Hannover im Film

Aus dem historischen Gedächtnis der Stadt Hannover ist der Film nicht wegzudenken. Oftmals waren es die städtischen Behörden selbst, die zur Image- oder Tourismusförderung Filme in Auftrag gegeben haben und so zur Entstehung eines Bestands von bewegten Bildern beigetragen haben. Diese Filme und die durch anderweitige Initiative oder Motivation entstandenen spiegeln die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert wie keine andere Quelle.

Für den Geschichtsunterricht sind mehrer Arbeitsperpektiven möglich:

  • stadtgeschichtliche Aspekte im engeren Sinne, die sich in den Filmen spiegeln. Das Stadtbild ist seit dem ältesten überlieferten Film vor ca. 80 Jahren zahlreichen Veränderungen unterworfen gewesen. Diese können zum großen Teil anhand der Filme thematisiert werden. Darüber hinaus thematisieren einige Filme explizit das "Werden der Stadt" rückblickend über einen längeren Zeitraum.
  • den zeitgeschichtlichen Kontext , in dem die Filme entstanden sind - vor allem auf die übergreifende Sozial- und Gesellschaftsgeschichte. Die Filme werden dann als Ausdruck gesellschaftlicher Strömungen ihrer Entstehungszeit betrachtet, etwa der Wiederaufbauzeit nach 1945 oder der Zeit der Modernisierung um 1970.
  • Mittel der Filmgestaltung bzw. auf filmkünstlerische Ausdrucksformen.
   

Das Gesicht einer Stadt

Regie: August Koch
D 1932, 37 Min.

Der Film „Das Gesicht einer Stadt" ist der bedeutendste Hannover-Film aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Der besondere Charakter des Films liegt darin, dass er einerseits ein für seine Zeit moderner und technisch sehr gut gemachter Lehrfilm ist über die Entstehung und Entwicklung einer Stadt vom Mittelalter bis in die damalige Gegenwart. Andererseits ist „Das Gesicht einer Stadt" ein moderner Imagefilm aus den 1930er Jahren.

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Der Kriminalfall in Hannover - ein Fragment

Filmhaus Krüger & CO., Hamburg
D 1924, Ursprungslänge 20 Min.

Der Film bezieht sich auf den Fall des damals gerade überführten Massenmörders Fritz Haarmann. Von dem ursprünglich etwa 20minütigen Stummfilm sind nur ca. sechs Minuten erhalten. Gezeigt werden Aufnahmen aus der Innenstadt und Altstadt Hannovers, Orte an denen Haarmann wohnte bzw. sich aufhielt. Seine Bedeutung erlangte das Fragment durch die Tatsache, dass es die ältesten erhaltenen Bewegtbilder aus der Innenstadt Hannovers präsentiert und dabei auch ein Stück Leben auf den Straßen zeigt. Zusatzmaterial: Begleitheft.

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Hannover 1949/50

Regie: Heinz Koberg
D 1950, 22 Min.

Der Film ist der erste einer Reihe von in den 1950er Jahren nahezu jährlich gedrehten "Wiederaufbau-Filmen" von Heinz Koberg. Beginnend mit dem Resultat des Zweiten Weltkrieges, der Trümmerlandschaft Hannovers, werden der Beginn und die einzelnen Schritte des Wiederaufbaus bis Ende 1950 rekapituliert



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Menschen am Sonntag

Regie: Horst Latzke
D 1961, 20 Min.

In Anlehnung an den bekannten Berlin-Film von Billy Wilder und Robert Siodmak "Menschen am Sonntag" wird hier in epischen Bildern gezeigt, wie Hannoveraner am Wochenende ihre Freizeit verbringen. In Ermangelung des verlorengegangenen Originaltons sind die Bilder mit Klaviermusik unterlegt. Zusatzmaterial: Begleitheft.

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Linden, ein Liebeslied!? - Eine Hommage

Regie: Ekki Kähne
D 2010-12, 37 Min.

 

 

Rote-Punkt-Aktion 1969

Regie: Thomas Garzke
D 1994, 5 Min.

Dokumentarfilm der ersten sogenannten Rote-Punkt-Aktion im Juni 1969, bei der anlässlich einer Bestreikung der öffentlichen Verkehrsmittel wegen einer Fahrpreiserhöhung die Autofahrer Hannovers bereitwillig Personen mitnahmen. Mit dieser Aktion, die zeitweilig Volksfestcharakter annahm, wurde innerhalb der Bevölkerung spontane Solidarität erzeugt.

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