Kulturelle Bildung im Medienzeitalter

Die Medienwelt ist kein begrenzbares Terrain. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien verändern unsere Alltags- und Arbeitswelt, aber auch unsere Wahrnehmungs- und Denkweisen, Lebensformen und Gesellschaftsstrukturen. Sie erzeugen Unsicherheit, Euphorie, Angst, Faszination. Chancen, Risiken, Neben- und Wechselwirkungen. Und die Folgen bzw. Perspektiven dieser Entwicklung sind noch vielfach offen. Kulturpädagogische Praxis darf daher nicht als "rettende Gegenwelt" zu den Wirklichkeiten von Alltag und Arbeit stattfinden. Kinder verfügen über ein unerschöpfliches Reservoir an Erfahrungen und Informationen. Aus diesen materiellen und virtuellen Bausteinen kreieren und konstruieren sie Welten, die, in welcher Form auch immer, "Stoff" für Kunst und Kultur sind.

Ästhetische Kompetenz und Medienkompetenz in ihrer gegenseitigen Bedingtheit sind dabei bedeutsam. Ästhetische Kompetenz kann man als Wahrnehmungs- und Gestaltungskompetenz, als Schlüsselqualifikation für alle Lernvorgänge, in realen und virtuellen Räumen verstehen. Medienkompetenz ist auch der ästhetisch motivierte Gebrauch aller kultureller Symbolisierungen - nicht die sachgerechte Bedienung der Materialien und elektronischen Werkzeuge bzw. die reine Wissens- und Informationsaneignung und -vermittlung. Grundsätzlich ist Medienkompetenz als elementare Voraussetzung für individuelle und soziale Selbstbehauptung in unserer Gesellschaften anzusehen.

Medienkunst und Politik

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