Schulleben

Interkulturelle Schulentwicklung ist mehr als neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler erfolgreich zu integrieren. Besonders bei großer kultureller, sozialer und sprachlicher Diversität an der Schule sollte interkulturelles Lernens gesamtschulisch gedacht werden, damit sich alle zu Hause fühlen können und damit sie friedlich und angstfrei zusammen lernen können.

Transparenz und Angebote

Bereits im Eingangsbereich finden die Schülerinnen und Schüler einer interkulturellen Schule sich und ihre Bedürfnisse wieder: in der Ausstellung von Schülerarbeiten, in mehrsprachigen Elementen und in Informationen zu Arbeits- und Fördergruppen, Schülervertretung, Streitschlichtern, Dolmetscher- und Nachhilfeangeboten aus der Schulgemeinschaft u. a.
Auch Informationen über regionale Migrantenorganisationen, Initiativen, Vereine und Migrationssozialdienste sowie Beratungsmöglichkeiten für die Schule sind für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern verfügbar und werden genutzt.

Identifikation und Teilhabe

AG-Angebote einer interkulturell ausgerichteten Schule beziehen die Interessen von Minderheiten ein und werden von Schülerinnen und Schülern mitgestaltet. Streitschlichter beachten bei ihrer Konfliktlösung kulturelle Hintergründe. Auch das Essensangebot berücksichtigt Bedürfnisse von Minderheiten, und Feiertage der Schülerinnen und Schüler werden möglichst gleichberechtigt wahrgenommen. Sofern Gottesdienste gefeiert werden, beziehen sie alle vorhandenen Religionsgemeinschaften ein.

Öffnung und Vernetzung

Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bekommen durch Ausflüge und Veranstaltungen Gelegenheit, Diversität im Einzugsgebiet, in der Stadt und im weiteren Umfeld zu erfahren. Verschiedene Organisationen oder Vereine sowie Menschen aus anderen Ländern tragen zum Schulleben z.B. durch Vorträge, als Mentoren oder als Hilfskräfte bei. Austauschprogramme oder internationale Projekte vermitteln einen Bezug zu globalen Kontexten, insbesondere zu Ländern, aus denen Eltern und Kinder zugewandert sind. Nicht zuletzt kann die Schule als öffentlicher Raum im Stadtteil genutzt werden (z. B. Kurs- und Sportangebote, Spielplatz).

Interkulturalität im Ganztag Informationen und Hinweise rund um den Ganztag hat die deutsche Kinder- und Jugendstiftung auf dieser Webseite zusammengetragen.
Buchempfehlung zum Ganztag Das Bundesministerium für Bildung und Forschung empfiehlt das Buch Interkulturelles Lernen. Ein Praxisbuch von Petra Gruner zum Weiterlesen über integrationsfördernde Arbeit im Ganztag.
Anti-Bias-Ansatz Dominanzverhältnisse und Diskriminierung an der Schule wahrnehmen und sich bewusst dagegen einsetzen - das ist im Umfeld Schule in vielerlei Hinsicht wichtig. Anti-Bias-Arbeit ist daher kein Projekt, sondern ein Instrument für den Alltag, das auch hilft, mit kultureller Vielfalt produktiv umzugehen.
Eine Welt der Vielfalt Diversität wertschätzen, Diskriminierung und Ausgrenzung entgegentreten. Lehrkräfte können sich zu Trainern für dieses Programm fortbilden lassen. Es ist eine gute Ergänzung zum üblichen sozialen Lernen an der Schule.

 

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