Integration

Neben den folgenden allgemeinen Hinweise zur Aufnahme und Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler mit geringen Deutschkenntnissen bietet das Beratungs- und Unterstützungsangebot der Niedersächsischen Landesschulbehörde vertiefende individuelle Beratung an.

Aufnahme

Die erste Schule, an die sich eine zugewanderte Familie wendet, führt ein Aufnahmegespräch. Danach vermittelt sie das Kind ggf. an eine wohnortnahe, geeignete Schule, wenn nötig (vgl. RdErl. d. MK. v. 1.7.2014, Punkt 2.2). Idealerweise nehmen am Erstaufnahmegespräch auch die künftige Klassenleitung und ein Dolmetscher teil. Unten finden Sie einen Vorschlag zur Gestaltung eines Erstaufnahmebogen für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler.

Für Übersetzungen und die Einrichtung eines Patensystems kann eine schulinterne ‚Dolmetscherliste‘ von zuverlässigen Schülerinnen und Schülern, Eltern oder anderen mehrsprachigen Freiwilligen hilfreich sein. Mit einem Paten oder einer Patin bekommen neue Mitglieder der Schulgemeinschaft für eine begrenzte Zeit eine feste Ansprechperson, die ihre Sprache spricht.

Datenbank anabin Auf der Datenbank der KMK finden Sie Informationen zur Bewertung ausländischer Bildungsnachweise.
Erstaufnahmebogen Dieser Erstaufnahmebogen eignet sich für die Aufnahme neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler. Sie können jedoch auch einen eigenen erstellen.
Leitfaden Clearingstelle Die Verteilung von zugewanderten Schülerinnen und Schülern mit geringen Deutschkenntnissen muss letztlich auf kommunaler Ebene erfolgen. Clearingstellen sind eine Möglichkeit dafür. In diesem Leitfaden legt das Kultusministerium dar, wie mit ihrer Hilfe die Verteilung gelingen kann.
Graphik Bildungsweg Die Grafik des Kultusministeriums verdeutlicht einen idealtypischen Weg zugewanderter Schülerinnen und Schüler durch das niedersächsische Bildungssystem. Er kann zum Beispiel in einem Aufnahmegespräch von Nutzen sein.

 
Zur Planung der additiven Sprachförderung finden Sie nähere Informationen hier. Es gibt neben der Sprachlernklasse auch andere Möglichkeiten, dem Recht der zugewanderten Schülerinnen und Schüler auf additive Sprachförderung in Deutsch als Zweitsprache zu entsprechen.

Integration in Schulgemeinschaft und Regelklasse

Für zugewanderte Kinder mit geringen Deutschkenntnissen ist es von besonderem Wert, wenn sie gleich im Eingangsbereich der Schule ihre Sprache lesen oder andere Zeichen der Wertschätzung ihrer Kultur finden. Auch mehrsprachiges pädagogisches Personal kann zu wichtigen Bezugspersonen werden, weshalb es wünschenswert ist, dass die sprachliche Diversität der Schülerschaft auch bei dem pädagogischen Personal abgebildet ist.

Besonders im Ganztag kann die Identifikation der Kinder mit der Schule von Anfang an gefördert werden: Handlungsorientierte und sprachfördernde Angebote (z. B. mithilfe BuT-Mitteln und Kooperation mit Partnern) lassen sich besonders gut mit Kooperationspartnern wie Vereinen, Volkshochschulen und Universitäten organisieren.

Um die neuen Schülerinnen und Schüler sukzessive immer mehr am Unterricht ihrer Regelklasse teilnehmenzu lassen, ist es gut, wenn sie diese von Anfang an kennen und sich ihr durch persönliche Kontakte zugehörig fühlen. Können mehrsprachige Mitschüler oder Mitschülerinnen der Regelklasse sie anfangs durch die Schule führen? Können die zugewanderten Kinder bereits an Aktivitäten und Ausflügen der Klasse teilnehmen? Kann ihr Vorstellungsplakat oder ihr Geburtstag vielleicht mit den anderen zusammen an der Wand des Klassenzimmers hängen? Sicherlich hat die Klassenleitung Ideen, wie die Kinder in der Klasse von Anfang an präsent sein können.

Integration meistern Wie ist Integration zu meistern? Übersichtlich und praxisorientiert bekommen Lehrkräfte in dieser Broschüre des Bildungshauses Erfahrungsberichte, Tipps und Hinweise zur Integration neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler.
Bildungssysteme Das Auswärtige Amt informiert hier über Bildungssysteme u.v.m. in den Herkunftsländern. So können Lehrkräfte eine Vorstellung von der bisherigen schulischen und alltäglichen Normalität der neuen Schülerinnen und Schüler gewinnen.
Interkulturelle Lernwerkstatt Vielleicht haben Sie Schüler von einer Erstaufnahmeeinrichtung übernommen? Diese Broschüre gibt Ihnen einen Einblick in deren Arbeit und ist zugleich ein gutes Beispiel für eine flexible und vielseitige sprachliche Förderung, die sich im Kontext der Schule über Sprachfördermaßnahmen, Regelunterricht und Ganztag erstrecken würde.

 

 

 

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